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Auch britische und portugiesische Banken wurden abgestraft

Ausgestellt am 7. Oktober 2011, vom in Blog.

Große Sorge bei den britischen Banken. Die Ratingagentur Moody´s hat heute die Kreditwürdigkeit von insgesamt 12 britischen Banken herabgesetzt. Es wird auch über Probleme der RBS (Royal Bank of Scotland) spekuliert. Es wird davon ausgegangen, dass die RBS, die bereits 2008 von der Finanzkrise geschüttelt wurde, in Zukunft nicht mehr auf staatliche Hilfen hoffen könne.

Die RBS wurde aufgrund der Wirtschaftskrise 2008 bereits verstaatlicht

Im Moment hält der Staat 82 % der Aktien von RBS. In einem Bericht von heute in der Financial Times wird darum gebangt, dass die RBS vielleicht doch noch eine staatliche Finanzspritze bekommen müsse. Dies wäre dann der Fall, wenn die Bank durch den Ausfall von europäischen Staatspapieren nicht mehr genügend Kapital zur Verfügung hätte.

Das Problem sind die europäischen Staatsanleihen

Schon im ersten Quartal wurde der griechische Staatsanleihenwert von 1,2 Milliarden Euro nach unten korrigiert. Italienische Staatsanleihen werden derzeit noch mit 4 Milliarden Euro gehalten. Die Verstaatlichung der RBS wurde notwendig, weil sich in den Jahren 2008 bis 2010 insgesamt 29 Milliarden Pfund Schulden angehäuft hatten. Um die Bank zu retten, waren bislang 45 Milliarden Pfund notwendig. Das sind umgerechnet 52 Milliarden Euro.

Nach Angaben der RBS könnten derzeit noch keine genauen Aussagen über den Ausfall der Staatsanleihen getätigt werden. Es wäre im Moment alles nur eine reine Spekulation. Die RBS zähle mit einer Eigenkapitalquote von 11 % zu einer der stärksten europäischen Banken. Selbst beim Bankenstresstest hätte die Bank sehr gut abgeschnitten.

Erst am Donnerstag musste der britische Staat Geld in die Wirtschaft pumpen, um die britische Konjunktur zu beleben.

Britische und portugiesische Banken im Kreuzfeuer

Zu den betroffenen Banken zählen Größen wie Lloyds (Tochterunternehmen der spanischen Santander Bank) oder die Nationwide (Bausparkasse). Auch 7 weitere Bausparkassen wurden ebenfalls herabgesetzt. Bereits im Vorfeld ereilte dieses Schicksal schon 9 Banken aus Portugal, die ebenfalls von der Schuldenkrise betroffen sind. Selbst die größte Bank in Portugal, die Caixa Geral de Depositos sowie die Privatbank BCP wurden in Mitleidenschaft gezogen.

Als Begründung für diese Schritte nannte Moody´s den Besitz von portugiesischen Schuldenpapieren des Staates. Auch die prognostizierten Wachstumsaussichten in Portugal für das laufende und das kommende Jahr seinen eher schwach. Es wird von einer Schrumpfung von 2 % ausgegangen. Das Gleiche gilt für Banken, die keinen Zugang zu dem Interbankenmarkt aufweisen können, hier wird von Liquiditätsproblemen ausgegangen.

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