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Auch den Rettern der Schuldenkrise droht Unheil

Ausgestellt am 17. Oktober 2011, vom in Blog.

Der geschnürte Rettungsschirm für die Länder der Eurozone, die hoch verschuldet sind, soll eigentlich dafür da sein, diese Staaten wieder auf Kurs zu bringen. Aber was geschieht denn, wenn die Retter aus der Euro-Zone mit der Hilfe vollkommen überlastet sind? Genau dies könnte bald unzähligen Euro-Ländern widerfahren, wenn immer mehr Länder von den Rating-Agenturen abgestuft werden. Nach Frankreich ist nun auch Deutschland in das Visier der Agenturen.

Frankreich steht bei der Kreditwürdigkeit sehr schlecht da

In einem Gespräch mit dem Handelsblatt Online mit den beiden Chefvolkswirten der Barclays Capital Deutschland sowie der Commerzbank, Thorsten Polleit und Jörg Krämer, wird nach deren Aussage genau dieses Szenario befürchtet. Es wird davon ausgegangen, dass zuerst Frankreich seine bisherige Top-Kreditwürdigkeit einbüßen wird. Muss ein neues Rettungspaket für die angeschlagenen Südländer geschnürt werden, dann würde dies auch die Staatsfinanzen Frankreichs stark belasten.

Es bestünde lt. Krämer die Gefahr, dass die Ratingagentur Standard & Poor’s die Kreditwürdigkeit Frankreichs schon in den kommenden Wochen infrage stellt. Damit wäre die bisherige Bestnote von AAA endgültig verloren. Dabei hängt die Politik zwischen den Seilen, denn das Wirtschaftswachstum wird sicherlich einiges einbüßen. Auch stehen gerade in Frankreich die Präsidentschaftswahlen vor der Tür. Da wäre es wohl kein gelungener Schachzug, die Steuern zu erhöhen und die Ausgaben stark zu senken.

Zum gleichen Ergebnis kam auch Thorsten Polleit. Der Verlust des Rating AAA ist nicht von der Hand zu weisen. Schließlich ziehen die Probleme der Banken auch den französischen Staat mit in die Krise. Blickt man auf die derzeitige französische Haushaltslage, dann mache dies keinen sehr guten Eindruck.

Das Gleiche könnte auch mit Deutschland passieren

Auch wenn es in Deutschland derzeit und in den kommenden Jahren noch gelingt, die Schulden in Relation zum geforderten Bruttoinlandsprodukt (BIP) zu senken, bestünde die Gefahr, dass neue Schulden und Haushaltsbelastungen hinzukommen. Dies könnte aber passieren, wenn die deutsche Bundesregierung die versprochenen Geldmittel an die verschuldeten Nachbarländer fließen lassen müsste. Denn in diesem Fall wäre auch das deutsche AAA beim Rating ernsthaft in Gefahr.

 

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