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Die Alternative zum Dispokredit – der Abrufkredit

Ausgestellt am 19. September 2011, vom in Blog.

Wer sich für einen Abrufkredit entscheidet, wird feststellen, dass dieser Kredit weitaus niedrigere Zinsen hat, als beispielsweise ein Dispokredit oder ein Ratenkredit. Ein weiterer Vorteil ist die Flexibilität, denn man kann einen Abrufkredit jederzeit zurückzahlen. Meist bieten nur Direktbanken diese Form des Kredits an, aber auch Sparkassen oder bekannte Geschäftsbanken haben diese Kreditform bereits in ihr Portfolio aufgenommen.

Möchte man über einen gewissen Geldbetrag verfügen, genügt meist ein Antrag auf einen Abrufkredit. Dies kann bei fast allen Anbietern über das Telefon, das Internet, über die jeweiligen Geschäftsstellen oder aber über die Filialbanken erfolgen. Es wird meist nicht nach Sicherheiten gefragt, allerdings muss man häufig einwilligen, dass bei der Schufa eine Auskunft eingeholt wird. Auch die persönlichen Daten müssen wahrheitsgemäß angegeben werden. Der Vertrag bedarf in allen Fällen einer schriftlichen Form. Die Bearbeitungszeiten sind recht kurz. So kann der potenzielle Kreditnehmer innerhalb kürzester Zeit über seinen Kredit verfügen. Der Kreditrahmen bewegt sich meist zwischen 5.000 und 25.000 Euro. Die Bereitstellung wird von den Banken normalerweise nicht in Rechnung gestellt.

Wie sieht das in der Praxis aus?

Jedem Kunden steht ein gewisser Kreditrahmen zur Verfügung. Wurden ihm nun beispielsweise 20.000 Euro bewilligt, kann er diese Kreditsumme entweder ganz oder teilweise in Anspruch nehmen. Auch der Häufigkeit sind keine Grenzen gesetzt. Benötigt man zum Beispiel 5.000 Euro für eine neue Küche, so muss man auch nur diesen Betrag in Anspruch nehmen. Die fälligen Zinsen errechnen sich auch nur aus dem genutzten Betrag. In diesem Fall eben die 5.000 Euro.

Die Zinshöhe bei einem Abrufkredit

Dies lässt sich leider pauschal nicht so leicht beantworten, denn oft ist die Höhe des Zinssatzes von der Bonität abhängig. Hier muss man die Angebote miteinander vergleichen. So sollte man bei Angeboten mit einer anfänglichen Null-Finanzierung bzw. bei Zinssatz-Angaben „ab“ zuerst einmal genauer hinschauen. Denn hierbei können die Zinsen leicht einmal in den zweistelligen Bereich hochschnellen. Sind die Zinssätze variabel, muss man ebenfalls damit rechnen, dass die Zinsen an die momentan vorherrschende Marktentwicklung angepasst werden.

Rückzahlungsmodalitäten bei einem Abrufkredit

Im Gegensatz zu einem Ratenkredit sind die Rückzahlungsmodalitäten bei einem Abrufkredit wesentlich flexibler gestaltet. Man hat die Wahl zwischen einer monatlichen Rückzahlung und einer kompletten Tilgung des gesamten Betrags auf einmal. In einigen Fällen können allerdings Mindestbeiträge gefordert werden.

Auch wenn sich der Zinnsatz verändern sollte, bleiben die Raten jeweils gleich, es verlängert sich hier bei nur die Laufzeit. Meist sind auch Sondertilgungen möglich. Das bedeutet, dass man auch einmal einen größeren Betrag einzahlen kann, um den Kredit schneller abzutragen. Vorfälligkeitsentschädigungen für die Bank gibt es hierbei nicht. Auch werden keie speziellen Kündigungsfristen vereinbart.

Die Tücken des Abrufkredits

Auch wenn dies auf den ersten Blick alles sehr einfach klingt, sollte man vorsichtig sein. Durch die leichte Kreditvergabe besteht auch die Gefahr, dass man sich schnell überschuldet und in eine Finanzierungsspirale gerät.

Daher sollte man einen Abrufkredit auch nur verwenden, wenn die eigenen finanziellen Angelegenheiten geregelt sind und man den Kredit auch in irgendeiner Form zurückzahlen kann. Auch die Kosten, die für so einen Abrufkredit anfallen, müssen miteinander verglichen werden. So können weitere Gebühren, die notwendig sind, auf Dauer sehr teuer werden.

Man sollte einen Abrufkredit nicht dazu benutzten einen Dispokredit abzulösen. Zumindest sollte man dies nicht regelmäßig tun, da dies auf Dauer ebenfalls unnötige Kosten verursacht.

Ausländische Anbieter sollte man genau unter die Lupe nehmen

Vorsicht ist auch geboten, wenn sich die Kreditinstitute im Ausland befinden. Auch hier können mitunter hohe Gebühren anfallen. Ebenso wird davor gewarnt, Verträge abzuschließen, bei denen für die angeforderten Unterlagen eine sogenannte Bearbeitungspauschale zu entrichten ist.

Befindet sich die kreditgebende Bank im Ausland, sollten die AGB genau geprüft werden. Hier sollte unbedingt deutsches Recht vereinbart sein. Ist dies nicht der Fall, dann gilt das Recht des Landes, in dem die Bank ihren Sitz hat. Dies kann sich unter Umständen im Streitfall als nachteilig erweisen.

Daher sollte man vor Abschluss eines solchen Kreditvertrags unbedingt die Angebote miteinander vergleichen und sich im Zweifel fachkundig beraten lassen.

 

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