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Einlagensicherung – wie sicher ist das angelegte Geld?

Ausgestellt am 14. September 2011, vom in Blog.

Nicht erst seit den Unruhen auf den Finanzmärkten ist man besonders darauf bedacht, sein Geld sicher anzulegen. Ob Sparbriefe, Pfandbriefe, Bundesanleihen, Festgeldkonten oder Tagesgeldkonten, die Banken haben sich verpflichtet, dass das Geld im Falle einer finanziellen Schieflage der Bank oder sogar einer Insolvenz sicher ist. Dies ist eine gesetzlich vorgeschriebene sowie freiwillige Leistung der Bank, die durch eine jeweilige Einlagensicherung gewährleistet wird.

Ob und wie die jeweilige Bank mit dem Thema Einlagensicherung umgeht, erfährt man in den jeweiligen Bestimmungen und im „Kleingedruckten“.

Doch wie funktioniert das mit der Einlagensicherung überhaupt?

Alle deutschen Kreditinstitute und Banken sind verpflichtet, eine Mitgliedschaft in einer Entschädigungseinrichtung einzugehen. Dies wird vom Einlagensicherungs- bzw. Anlegerentschädigungsgesetzt so geregelt. Für Deutschland ist die EdB (Entschädigungseinrichtung deutscher Banken) zuständig. Hierbei handelt es sich eine Tochtergesellschaft des BdB (Bundesverband deutscher Banken). Sollten aus irgendeinem Grund einmal Entschädigungszahlungen notwendig sein, dann würde die EdB dafür einspringen.

Diese Einrichtung sichert im Fall einer Insolvenz der Bank oder des Kreditinstituts die Mindestbeträge der Anleger ab. Das bedeutet, dass dem Kunden für seine Anlage bis zur Grenze der gesetzlich verankerten Sicherung der Schaden auch ersetzt und ausbezahlt werden kann.

Europaweite Regelung seit dem 01. Januar 2011 gültig

In Deutschland sind dies seit dem 01. Januar 2011 Beträge bis zu 100.000 Euro. Und mittlerweile auch in allen anderen EU Ländern. Davor gab es noch keine einheitliche Regelung. Durch die Änderung, von denen deutsche und auch ausländische Kunden profitieren, ist es nun auch sicherer, sein Geld im Ausland bzw. bei ausländischen Banken anzulegen. Beispiele wären hier die Bank of Scotland oder Credit Europe Bank, um nur einige zu nennen.

In Deutschland selbst haben sich einige der größten Banken entschlossen, durch freiwillige Sicherungssysteme und einer Mitgliedschaft im Einlagensicherungsfonds bei der EdB auch höhere Kundenanlagen abzusichern. Das ist vor allem für Kunden interessant, die mehr als 100.000 Euro anlegen möchten, sowie für Großkunden, die ihr Geld sicher verwahr haben wollen.

Die jeweiligen Höhen der Beträge sind aber von Bank zu Bank verschieden und kann in den jeweiligen Bankbestimmungen vor Ort oder aber im Internet nachgelesen werden. Alternativ fragt man einfach bei den infrage kommenden Kreditinstituten nach oder informiert sich beim BdB zum Thema Einlagensicherung. Meist beträgt die Haftung 30% des gezeichneten Eigenkapitals der Bank.

Sparkassen, Volks- und Genossenschaftsbanken haben übrigens ihre eigenen Fonds und sind den BdB nicht angeschlossen. Sie haften von sich aus in unbegrenzter Höhe, ohne Beschränkung der Maximaleinlage.

Aufgabe des Sicherungsfonds

Sinn des Sicherungsfonds ist es, dass sich die Mitgliedsbanken gegenseitig unterstützen und eine gewisse Stabilität gewährleisten können, sollte eine Bank einmal in Not geraten. Sollte allerdings mehrere Banken gleichzeitig auf Unterstützung angewiesen sein, kann es passieren, dass der Fonds in Schieflage gerät. Dann müsste der Staat eingreifen.

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