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Ist ein Schuldenschnitt Griechenlands sinnvoll? – man ist skeptisch

Ausgestellt am 10. Oktober 2011, vom in Blog.

Mehrere unabhängige Quellen berichten heute davon, dass eine griechische Insolvenz auf Dauer nicht vermeidbar sein wird. Dies ging aus den gestrigen Gesprächen zwischen der deutschen Bundeskanzlerin Angel Merkel und dem französischen Ministerpräsidenten Nicolas Sarkozy hervor. Allerdings ist Frankreich bezüglich dieser Option eher skeptisch eingestellt.

Schuldenschnitt sinnvoll oder eine Katastrophe?

Wie weiter verkündet wurde, ging es hauptsächlich bei den Gesprächen um einen Schuldenschnitt im Sinne von Griechenland. So fordert die deutsche Regierung alle EU-Partner dazu auf, einem Schuldenschnitt für Griechenland zuzustimmen. Frankreichs Präsident ist von dieser Möglichkeit allerdings noch nicht überzeugt, aber es werde miteinander daran gearbeitet, eine Lösung für die Schuldenkrise zu finden. Ein Gesamtkonzept soll bis spätestens Ende Oktober vorliegen. Aus diesem müsse sich “eine dauerhafte Lösung für Griechenland als Teil des Euro-Raums” ergeben.

Offiziell wird von einer Insolvenz noch nicht gesprochen

Eine Insolvenz des Landes ist laut Aussagen der Bundesregierung nicht vermeidbar. Allein der Zeitpunkt ist noch offen. Natürlich wird das Wort „Pleite“ offiziell nicht verwendet. Man fordere lediglich, so wie bereits im Juli vereinbart wurde, eine höhere Beteiligung des privaten Sektors am Rettungspaket.

Es hängt von den Berichten der Troika ab

Deutschland und Frankreich verwiesen am gestrigen Sonntag auf den Bericht der sogenannten Troika, die sich aus EZB, IWF und der EU-Kommission zusammensetzt. Diese prüft auch weiterhin, ob das verschuldete Griechenland die gestellten Anforderungen, die für die nächste dringend benötigte Kredittranche in Höhe von 8 Milliarden Euro, auch erfüllt werden bzw. erfüllt werden können. Sollte es hier rüber keine positive Nachricht geben, dann droht bereits im November dem griechischen Staat die unvermeidliche Staatspleite.

Widerstand gegen die drohende Insolvenz

Allerdings wird hier mit dem Widerstand einiger EU-Staaten sowie der EU-Kommission gerechnet. Besonders der derzeitige EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso warnte einem Bericht der Bild-Zeitung zufolge vor einer Insolvenz, die ungeahnte Folgen bedeuten würden. So könnte die Krise auch sehr leicht auf andere Länder übergreifen.

Weitreichende Folgen für Gesamt-Europa

Ein ökonomisches Desaster würde drohen, wenn in den nächsten Wochen keine Lösung gefunden werde. Dies sagte der britische Premierminister David Cameron der Financial Times in einem Interview. Eine weitere Forderung von ihm wäre, dass der IWF eine wesentlich aktivere Rolle spielen sollte.

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