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Ratingagentur S & P stuft nun auch den Rettungsfonds EFSF ab

Ausgestellt am 17. Januar 2012, vom in Blog.

Nun hat es auch den Rettungsfonds EFSF selbst getroffen. Die US-Rating-Agentur Standard & Poor´s hat ebenfalls die Kreditwürdigkeit des EFSF Rettungsfonds herabgestuft. Die ehemalige Bestnote von AAA wurde auf AA+ gesenkt.

Damit macht die Agentur da weiter, wo sie erst am vergangenen Freitag aufgehört hatte. So wurden Ende der Woche bereits die Länder Frankreich und Österreich um zwei Schritte abgestuft, sodass auch diese beiden EU-Länder ihre erstklassige Bewertung verloren haben. Auch sieben weitere Länder waren, wenn auch nicht ganz so drastisch, von einer Herabsetzung betroffen. Hierzu zählten beispielsweise Portugal, Spanien und auch Slowenien.

Die Herabstufung ist teilweise nicht nachvollziehbar

Auch wenn man dieses Tun nicht ganz verstehen kann, nehmen es die betroffenen Länder relativ gelassen. Im Umkehrschluss allerdings werden sich die Länder darauf einstellen müssen, in Zukunft nur noch unter erschwerten Bedingungen und zu erhöhten Konditionen an frisches Kapital zu gelangen.

Die Ratingagenturen sind sich nicht einig

S & P ist immerhin nur eine von insgesamt 3 Ratingagenturen. Die beiden anderen haben noch nicht erkennen lassen, dass sie das Top-Rating des EFSF Rettungsfonds ebenfalls verändern wollen. Moody´s und Fitch halten sich auch weiterhin noch bedeckt. Es sei derzeit laut Aussage der Verantwortlichen bei diesen beiden Agenturen mit keinerlei Herabstufung zu rechnen.

Es ist fast schon eine Kettenreaktion, denn durch die Abstufung der zahlreichen Länder ist natürlich auch die Bonität des Rettungsschirms gesunken. Inzwischen verfügen in der EU neben Deutschland nur noch 3 weitere Länder über eine S & P Bestnote. Hierzu zählen Luxemburg, Finnland und die Niederlande.

Ist der Rettungsschirm EFSF in Gefahr?

Im schlimmsten Fall könnte durch die Rettungsschirm Herabstufung die Handlungsfähigkeit, die für die Geldbeschaffung notwendig ist, eingeschränkt sein. Soll dies verhindert werden, gäbe es nur zwei Möglichkeiten, diesem entgegen zu wirken.

Entweder werden die Hilfskreditangebote für die verschuldeten Länder entsprechend gekürzt oder aber die Euro-Länder müssen mit höheren Garantien den Fonds absichern.

Man muss abwarten, wie sich diese Nachrichten auswirken. Nach zuletzt eher positiven Signalen aus den Finanzmärkten könnte dies durchaus wieder einen kleinen Dämpfer auslösen, aber definitiv nicht alle Bemühungen der letzten Monate zunichtemachen.

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