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Sind Bankautomaten sicher? – Die Betrügereien nehmen weiterhin zu

Ausgestellt am 11. Juli 2011, vom in Blog.

Die Betrügereien an deutschen Bankautomaten haben nach Angaben des BKA (Bundeskriminalamt) verglichen mit dem vergangenen Jahr um 55% zugenommen. Das bedeutet in Zahlen ausgedrückt, ein Datenklau in fast 3.200 Fällen und somit rund 190.000 Kunden davon betroffen sind. Wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet, beläuft sich der Gesamtschaden grob geschätzt auf 60 Mio. Euro.

Eigentlich waren der Datenklau und die damit verbundenen Angriffe auf sämtliche Geldautomaten eher rückläufig, ehe die Zahl 2010 wieder rasant anstieg.

Weitere Daten aus der Statistik: Gerade Bankautomaten, die sich im Bereich von Bahnhöfen oder in Fußgängerzonen befanden, wurden Opfer von Manipulationen. Nach BKA Angaben liegt hier die Zahl bei 1.765 Geräten. Bis die Manipulation auffiel, wurden durchschnittlich 60 Kunden ausgespäht.

Eine gute Nachricht für alle Geschädigten: Meist haften die betroffenen Geldinstitute für solche Betrügereien.

Wie gehen die Betrüger im Allgemeinen vor?

Wichtig sind für diese in erster Linie die Geheimzahlen der verwendeten Bankkarte. Diese werden mit einer versteckt angebrachten Kamera abgefilmt, die sich in den meisten Fällen in der Nähe der Tastaturen befindet. Vielfach wird sie auch unauffällig an der Decke oder der Wand angebracht. Alternativ befinden sich Lesegeräte im Bereich der Kartenschlitze, die die benutzten Kundenkarten recht einfach auslesen können, um an die persönlichen Daten zu gelangen.

Mit diesen Daten ist es sehr einfach möglich, Geld von fremden Konten abzuheben. Hierfür wählen die Betrüger meist Banken im Ausland. Die Vielzahl der Kriminellen stammt aus dem osteuropäischen Raum, wie beispielsweise Bulgarien oder Rumänien. Die Betrügereien gehen meist innerhalb weniger Tage vonstatten. So liegen zwischen Datenklau und Geldabhebung maximal 2 bis 3 Tage.

Leider wird der Missbrauch meist erst viel zu spät bemerkt und man wundert sich über die Abhebung größerer Geldbeträge bei der Durchsicht der eigenen Kontoauszüge.

Der Magnetstreifen – ein Sicherheitsrisiko auf der EC-Karte

Wichtiges Kriterium bei der Bekämpfung des Missbrauchs sind laut BKA die mangelhaften Magnetstreifen auf den EC-Karten, die einem Missbrauch Tür und Tor öffnen. Daher sollte der Gebrauch dieser Magnetstreifen von den Banken schnellstmöglich eingeschränkt werden.

Durch den Magnetstreifen ist es ohne Weiteres möglich, per Unterschrift und Kreditkarte in Geschäften zu bezahlen, den Kontoauszugsdrucker zu betätigen oder eben im Ausland Geldabhebungen vorzunehmen.

Das BKA appellierte an die Banken, einige Sicherheitsvorkehrungen zu treffen. Eine davon wäre die Sperrung der Magnetstreifennutzung in den Risikoländern. Eine weitere Option wäre die Einführung eines gewissen Limits für die Abhebungen im Ausland. Alternativ könne man sich auch per SMS oder dergleichen bei Barabhebungen informieren lassen.

Einige Bankinstitute sind mittlerweile dazu übergegangen, die Magnetstreifen für Länder, die außerhalb Europas liegen, einfach zu deaktivieren.

Möchte der Kunde in einem bestimmten Land mit seiner EC-Karte bezahlen, muss sich dieser diese Funktion erst freischalten lassen.

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