Nach den Worten des KfW-Chefs Ulrich Schröder sei die derzeitige Lage auf den Finanzmärkten bei mittel- und langfristigen Finanzierungen dramatischer als damals beim Zusammenbruch der Lehman Bank. So ist es in einem Bericht des Nachrichtenmagazins „Focus“ nachzulesen.
Auch der hessische Finanzminister Schäfer (CDU) meldete sich zu Wort und forderte eine schärfere Kapitalanforderung für die Staatsanleihen. Er sprach sich vehement dagegen aus, dass Banken automatisch Staatshilfen bekommen sollen. Es können nur Bankinstitute mit Eigenkapital durch die Steuerzahler ausgestattet werden, die sich kurzfristig in einer brenzlichen Lage befinden und die auch ein tragfähiges Geschäftsmodell vorweisen können.
Es solle künftig darauf geachtet werden, dass die Staatsanleihen auch mit entsprechend Eigenkapital der Banken unterfüttert werden. Werden Staatsanleihen befreit, würde dies den Anlagemarkt unnötig verzerren. So könnte einem die Politik in dem Glauben lassen, dass alle EU-Staaten auch weiterhin eine sehr gute Bonität vorweisen können. Doch eigentlich müssten sich die realen Risiken in der genannten Eigenkapitalunterlegung wiederfinden. Nur so wäre es durch die Politik möglich, die betroffenen Banken wieder krisenfester zu machen.
Nahezu 100 Millionen Bürger aus Europa verwenden das Internet für ihre Bankgeschäfte. Online-Banking wird damit zum internationalen Standard und wird für Geldtransfer von zu Hause oder vom Arbeitsplatz immer wichtiger. Der Branchenverband der deutschen Informations- und Telekommunikationsbranche BITKOM (Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V.) veröffentlichte am 19. Juni 2008 eine Studie in Berlin – „21,5 Millionen Deutsche führen ihr Konto online“, „Nutzung hängt stark vom Bildungsgrad ab“. Nach der Studie soll jeder vierte Bürger aus der EU im Alter von 16 bis 74 Jahren ein Online-Konto führen und im Internet über das herkömmliche Online-Banking verwalten.