Heute wird in Griechenland gegen Mitternacht die Vertrauensfrage gestellt. In Athen wird daher gleichzeitig die Weiche für die Zukunft Europas gestellt. Damit könnte der derzeitige griechische Premierminister Giorgos Papandreou gestürzt werden.
Doch selbst bei einer Niederlage könnte er wohl auch im Amt bleiben. Auch bei einem Sieg wäre allerdings auch ein Rücktritt möglich. Allerdings könnte er dann auch die Verhandlungen, die für eine Übergangsregierung notwendig ist. Man sieht es stehen ihm sehr viele Optionen offen.
Die Übergangsregierung soll über die Hilfspakete entscheiden
Die Übergangsregierung könne dann die notwendigen Voraussetzungen für die dringend benötigten milliardenhohen Hilfspakete erfüllen und damit auch das Vertrauen der weltweiten Geldgeber wieder zurückgewinnen. Dies wurde ja in den letzten Tagen sehr stark in Mitleidenschaft gezogen. Besonders die Finanzmärkte reagierten hier sehr heftig.
Die Opposition fordert geschlossen den Rücktritt von Papandreou
Die Opposition hingegen fordert einen sofortigen Rücktritt von Papandreou, um damit einen freien Weg zu vorgezogenen Wahlen zu schaffen. Die Übergangsregierung hätte nur die Aufgabe, schnellstmöglich alles für das Hilfsprogramm zu veranlassen. Es herrscht in Griechenland keine Einigkeit und man kann von einem gewissen Chaos sprechen. Direkt vor dem Parlament sind die ersten Demonstranten angekommen.
Die Abstimmung beginnt gegen Mitternacht
Die ganze Welt blickt am heutigen Abend nach Griechenland. Natürlich auch, um die Rede von Papandreou zu verfolgen. Die Debatte selbst läuft schon seit dem frühen Abend. Allerdings ohne die Abgeordneten der ND-Partei, die allerdings mit abstimmen wollen.
Die Abstimmung später wird mehr als spannend sein, da die Regierungspartei Pasok nur eine hauchdünne Mehrheit von 2 Stimmen haben dürfte. Allerdings wird auch mit einigen Abweichlern aus den eigenen Reihen gerechnet.
Referendum ist kein Thema mehr
Nach Aussage des griechischen Finanzministers Venizelos ist das Referendum definitiv kein Thema mehr. Bereits in dieser Woche hatte er sich öffentlich dagegen ausgesprochen. Man hat Europa ebenfalls signalisiert, dass man kooperationsbereit ist und gleichzeitig auch in der Eurozone verbleiben möchte.