Bundesfinanzminister Schäuble möchte den EFSF-Rettungsschirm hebeln

Der Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) möchte den EFSF-Rettungsschirm stärken. Erstmal wurde er nun mit seinem Vorschlag auch konkret.

Bei einem Treffen mit den Abgeordneten der schwarz-gelben Koalition nannte er die magische Zahl 1000 Milliarden, die der Rettungsschirm zukünftig stemmen sollte, so ein Bericht der Financial Times Deutschland.

Allerdings soll die 211 Milliarden Euro Haftungsobergrenze für Deutschland, wie bereits berichtet wurde, nicht ansteigen. Weitere Angaben über das genaue Volumen, das für die Anleihen-Absicherung reserviert werden soll, wollte der Bundesfinanzminister Angaben zufolge aber nicht machen. Diese Angaben sollen auch weiterhin im Verborgenen bleiben, damit nicht noch weitere Spekulationen über die Kapazität des EFSF geschürt werden.

Käme eine Versicherungslösung infrage, dann könnten Staatsanleihen gegen einen Kreditausfall abgesichert werden. Eine derartige Versicherung würde dann teilweise die Staatspapiere gegen einen möglichen Kreditausfall absichern können.

Bestünde eine Zahlungsunfähigkeit, dann wäre es möglich, dass der EFSF den Anlegern diesen Teil ersetzen kann. Würde der Versicherungsanteil 20 % betragen, dann wäre jeder versicherte Euro das Fünffache wert und könnte auch die fünffache Wirkung erzielen.

Weltweit Proteste gegen Banken

Ruhig war dieses Wochenende nun wirklich nicht. Auf der ganzen Welt gingen mehrere Hunderttausende von Menschen auf die Straßen, um gegen die großen Banken ihrem Unmut kundzutun.

Es fehlt den Menschen das Verständnis, dass die Banken etwas Allmächtiges an sich haben, vor denen sich alle auf die Knie werfen.

Es fehlt den Bürgern das Vertrauen, man befürchtet, dass das Ende der Finanzkrise nur über die kleinen Leute ausgetragen werden wird. Diese werden hierfür bluten müssen.

Die Menschen haben Angst in die Verantwortung genommen zu werden – mehr als sie verkraften können

Für Aktionen, die Unternehmen zu verantworten haben, die an der Börse wie in einem Kasino gespielt und gehandelt haben. Und auch für die Taten der Politiker, die zugunsten der Banken zweifelhafte Gesetze verabschiedet haben, die den Banken und Unternehmen erst die Möglichkeiten zu ihrem risikoreichen Handeln ermöglicht haben.

Selbst für die Staaten, die selbstlos immer größer werdende Rettungsschirme über die Bankinstitute ausbreiten und so selbst in eine missliche Lage befördert werden.

Man kann verstehen, dass sich Proteste auftun. Ob in den USA, bei Ausschreitungen in Rom oder auch in Deutschland. Die Massen formatieren sich und geben ihrem Missmut Ausdruck. Man darf gespannt sein, inwieweit solche Demonstrationen Aufsehen erregen und auch zur Kenntnis genommen werden.

Rückschlag für Italien durch die Rating-Agentur Moody´s

Erneut muss das eh schon stark gebeutelte Land Italien einen Rückschlag hinnehmen. Die bekannte Rating-Agentur Moody´s hat für die italienischen Staatsanleihen ihre Bewertung zurückgezogen. Es wird eine Rückstufung von Aa2 auf A2 geben – in Verbindung mit einem negativen Ausblick auf die kommenden Wochen und Monate.

Bereits im vergangenen September wurde das stark verschuldete Italien von der Rating-Agentur Standard &Poor´s bezüglich ihrer aktuellen Kreditwürdigkeit empfindlich abgestuft.

Die Bemühung muss es sein, die Haushaltsziele zu erreichen

Der Schritt von Moody´s wurde dahin gehend begründet, als dass sich das Land aufgrund der derzeitigen Schuldenkrise und der angespannten Situation mit einer Refinanzierung schwer tun dürfte. Man hätte das Vertrauen in die Märkte verloren und die Wirtschaft Italiens stehe vor einer großen strukturellen Herausforderung. Es besteht das Risiko, dass Italien seine Haushaltsziele wohl nicht erreichen könne. Die begonnenen Bemühungen, die staatlichen Reformen umzusetzen sind gerade erst angelaufen und können sich noch nicht positiv auswirken.

Der italienische Kampf gegen die Krise wird von der EU-Kommission positiv bewertet

Die bisherigen Pläne Italiens die Schulden- und Wirtschaftskrise zu bekämpfen, ist von der EU-Kommission sehr positiv aufgenommen worden, so die italienische Regierung. Die Opposition sah in der Abstufung einen Schlag ins Gesicht. Nach deren Meinung wäre es um Italien besser gestellt, als dies das Rating vermuten ließe. Allerdings ist dringend ein Wandel notwendig, da sonst die Gefahr besteht, dass das Land von Misstrauen geprägt wird und so noch tiefer nach unten gezogen wird.

Euro-Rettungsschirm – 211 Milliarden aus Deutschland – Schäuble schließt Erhöhung aus

Der amtierende Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat nach Informationen der Zeitschrift SUPER ILLU höhere Garantien aus Deutschland für den Euro-Rettungsschirm gänzlich ausgeschlossen. 211 Milliarden sind genug, es wird keine Erhöhung geben. Deutschland garantiert für den Euro-Rettungsfonds EFSF mit 211 Milliarden zuzüglich der Zinsen.

Schäuble weiter: Beim Nachfolgerfonds ESM müsse Deutschland mit 190 Milliarden Euro einstehen – inklusive aller Zinsen. Damit sei die Haftung Deutschland transparent und klar strukturiert. Und: „Wir haben die Stabilität der Eurozone durch den sehr verschärften Stabilitäts- und Wachstumspakt deutlich verbessert.”

Der Deutsche Bundestag gab grünes Licht

Bereits am vergangenen Donnerstag hat der Deutsche Bundestag mit einer sehr knappen Union und FDP Kanzlermehrheit der Ausweitung des Euro-Rettungsfonds EFSF zugestimmt. Daher werden weitere Abstimmungen wohl recht spannend werden und der Ausgang ungewiss.

Auch der FDP Politiker und Wirtschaftsminister Philipp Rösler geht davon aus, das die parlamentarische Bereitschaft die bisherige Obergrenze zu verändern oder eine andere Haftung, etwa über Hebel zu übernehmen, nicht gegeben.

Experten bezweifeln, dass das garantierte Geld ausreicht

Man darf gespannt sein, ob die Milliarden für den Rettungsschirm reichen oder ob in den nächsten Wochen über weitere Bewilligungen abgestimmt werden muss. Nach Expertenmeinung wird die bisherige Summe für die Rettung aller bedrohten Euro-Länder nicht reichen.

Rüttgers: Das gesetzliche Rentenalter soll abgeschafft werden

Der frühere nordrhein-westfälische Ministerpräsident Rüttgers möchte das gesetzliche Rentenalter nach dem Vorbild Großbritanniens abschaffen. Dem Hamburger Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ sagte Rüttgers: . „Die Menschen sollten frei entscheiden, wann sie in Rente gehen“.

Allerdings sollten sie dann auch dazuverdienen dürfen. Wer freiwillig länger arbeiten möchte und somit länger Rentenbeiträge einzahlt, der könne ja „dann auch eine höhere Rente bekommen“.

Wenn man den demografischen Wandel betrachtet, dann wäre zwingend eine Ausarbeitung für einen neuen Generationenvertrag notwendig.

Sinkt die Zahl der Bevölkerung, muss alles daran gesetzt werden, dass viel mehr Menschen arbeiten. Rüttgers weiter: . „Entscheidend für die Zukunftsfähigkeit unseres Landes ist Arbeit, Arbeit, Arbeit“.

Wäre die Zuwanderung eine Möglichkeit?

Die Zuwanderung wird den demografischen Wandel nicht ändern können, vielleicht ein wenig mildern. Seiner Meinung nach wäre es sinnvoll jungen Arbeitnehmern aus dem europäischen Ausland, wie Griechenland, Portugal oder Spanien, die in ihrer Heimat arbeitslos sind, hier in Deutschland Arbeit anbieten.

Rente mit 65, 67 oder 69?

Die Bundesregierung erwog vor einigen Wochen, das Renteneintrittsalter auf 69 Jahre zu erhöhen. In der Begründung wurden die Wirtschaftskrise und die Finanzkrise vorgebracht.

Das Rentenalter steigt unaufhaltsam

Derzeit gilt in Deutschland noch das gesetzlich festgelegte Rentenalter von 65 Jahren. Im nächsten Jahr 2012 wird dieses schrittweise angehoben. Die Geburtsjahrgänge ab 1964 dürfen dann erst mit 67 Jahren ihre Rente genießen. Doch damit kein Ende. Da die Lebenserwartung der Bevölkerung steigt, müsste das Renteneintrittsalter an diese gekoppelt werden. Sonst ist eine Finanzierung der Sicherungssysteme gefährdet.

Nimmt man die aktuellen Zahlen als Grundlage für die Berechnungen, würde dies bedeuten, dass im Jahr 2045 das offizielle Renteneintrittsalter bei 68 Jahren stehen würde und im Jahr 2060 noch einmal auf 69 Jahre steigen. Dies würde alle Jahrgänge betreffen, die nach1977 geboren wurden.

Ist Gold als Anlageform sicher?

Wer die aktuellen Nachrichten verfolgt, der wird sich aufgrund der angespannten Situationen auf dem Weltmarkt und die immer weiter voranschreitende Euro-Krise sicherlich Gedanken um sein Vermögen machen.

Niedrige Zinsen, Verwirrung auf den Aktienmärkten oder die Steigerung der Lebenshaltungskosten tragen nicht gerade dazu bei, sein Geld auszugeben oder in langfristige Projekte zu investieren.

Kann Gold eine alternative Anlageform sein?

Gold gilt seit jeher im Vergleich zu Fonds oder Aktien als gemeinhin relativ sicher. Hier wirken sich die üblichen Schwankungen, die auf den Finanzmärkten vorherrschen, nicht unmittelbar aus. Was aber nicht bedeutet, dass der Goldpreis immer stabil ist. Gerade jetzt steigt der Goldpreis enorm und es scheint nach oben hin noch Luft zu geben.

Das gleiche gilt im Übrigen auch für alle anderen Edelmetalle, wie beispielsweise Silber. Doch dies kann sich mittelfristig auch wieder ändern. Daher sollte man in Gold nur investieren, wenn das Geld nicht kurzfristig einmal benötigt wird. Denn dann muss man bei einem Verkauf nicht warten, bis der Goldpreis wieder angestiegen ist, um mögliche Verluste auszugleichen.

Es gab Zeiten, da war das Edelmetall Gold auf dem Markt sehr rar

Teilweise war der Markt leer gefegt und man musste Wochen oder Monate warten, bis es wieder verfügbar war. Gerade jetzt, in Zeiten der Finanzkrise scheint Gold in der Gunst er Anleger eine sehr gefragte Geldanlageform zu sein.

Der Vorteil: Die Banken oder der Staat im Allgemeinen haben keinen Einfluss auf die Höhe des Goldpreises, denn dieser unterliegt keiner Inflation.

Es gibt auf dem Markt verschiedene Möglichkeiten, sein Geld in Form von Gold anzulegen. Alle haben ihre Eigenheiten und unterliegen einem gewissen Risiko, das einmal höher, einmal niedriger zu bewerten ist. Welches Risiko eingegangen werden soll, muss jeder Einzelne für sich selbst entscheiden.

Allerdings ist es nicht verkehrt, sich diese Anlageform einmal genauer anzusehen und sie als Alternative zu den herkömmlichen Anlageformen im Auge zu behalten.

Die unterschiedlichen Möglichkeiten sein Geld in Gold anzulegen.

Das Geldvermögen der Deutschen sinkt

„Die deutschen Bürger werden finanziell erleichtert“, das Geldvermögen der Deutschen ist gegenüber dem Vergangenen Jahr um rund 140 Milliarden Euro gesunken und hat nun einen Vermögenstand von 4,4 Billionen Euro.

Das Geldvermögen der Deutschen sinkt!

Das Geldvermögen der Deutschen sinkt!

Der Bankenverband (Bundesverband deutscher Banken) schreibt: „die Finanzkrise hinterlässt ihre Spuren“ was deutlich vor allem am Aktienvermögen (Stand 2008: rund 166 Milliarden Euro) der Deutschen zu erkennen ist, welches sich mehr als halbierte. Im Jahr 2007 verfügten private Haushalte in Deutschland einen Aktienbeständ von etwa 375 Milliarden Euro. Das meiste Finanzvermögen befindet sich noch bei Spar-, Sicht-, Termineinlagen und Bargeld sowie Geldeinlagen bei Versicherungen.
Die Deutschen sind und werden immer vorsichtiger und sparen bzw. sichern ihr Geld. Etwa 1,7 Billionen Euro sind als Spar-, Sicht-, Termineinlagen und Bargeld vorhanden (siehe Grafik). Rund 1,2 Billionen Euro setzt der deutsche Bürger in Pensionskassen und Pensionsfonds sowie berufsständischen Versorgungswerken als Geldanlagen bei Versicherungen an. Spekulative und nicht verlustarme Segmente wie Investmentfonds (497 Milliarden Euro), Verzinsliche Wertpapiere (304 Milliarden Euro) und Aktien (166 Milliarden Euro) sind die unteren Bereiche des Finanzvermögens der Deutschen.

Kleine US-Banken mit Verschlechterung der Wirtschaftslage zu rechnen

Kleine und mittelgroße US-Banken könnte bei Verschlechterung der Wirtschaftslage bis Ende 2010 Verluste von 200 Mrd. Dollar passieren, so geht es aus einem Medienbericht hervor.

Durch den ständigen Verfall der Märkte für gewerbliche Immobilien wird vermutet, dass die Bilanz von mehreren mittleren und kleineren Bankinstituten sich immens diskreditiert. 100 Milliarden Dollar könnten die US-Banken belasten, so geht es aus einem eigenen Stress-Test hervor, wie das „Wall Street Journal“ berichtet. Das Handelsblatt schreibt dazu: „Bei mehr als 600 Instituten könnte die Kernkapitalquote demnach unter die Maßgaben der Aufsichtsbehörden fallen“.

Die drohenden Verluste aus dem gewerbliche Immobilien Markt können die gewonnen Einnahmen der Banken überschreiten. Die Finanzkrise würde damit nochmals auf die Banken stark einwirken und mögliche Defizite aufweisen. Um vorbeugend auf die eventuelle Verschlimmerung der Finanzkrise in den USA gewappnet zu sein wurden 19 Stress-Tests bei größeren Bankinstituten durchgeführt.

Quelle: Handelsblatt