Trotz Finanzkrise – laut Finanztest hohe Verzinsung bei sicheren Geldanlagen

Die Zeitschrift Finanztest hat sich einmal mehr mit den derzeitigen Geldanlagen beschäftigt und hat sich Anbieter sowie Zinssätze einmal genauer angesehen.

Auch in Zeiten der Finanzkrise allerdings kann sich das Ergebnis sehen lassen, denn die Zinssätze sind doch höher als man derzeitig annehmen konnte.

Getestet wurden insgesamt knapp 100 Anbieter und ihre Anlagemöglichkeiten mit einer einmaligen Anlagesumme zwischen 1 Euro und 50.000 Euro.

Der Zinstest brachte es ans Licht

Mit dem Ergebnis hat man nicht unbedingt rechnen können, doch es gibt tatsächlich Anbieter, die ihren Kunden doch einen recht hohen Zinssatz gewähren.

Zu den Gewinnern zählte hier eindeutig die VTB Direktbank. Aber auch die IKB Direkt schreibt zu den gleichen Konditionen seinen Kunden für die Einlage mit einer Laufzeit von 3 Jahren stolze 4,00 % p. a. gut.

Die Laufzeit ist entscheidend

Wer sich für die Festgeldanlage entscheidet, kann natürlich einen besseren Zinssatz erreichen als beispielsweise mit einem Tagesgeldkonto oder aber mit einem verzinsten Girokonto. Allerdings ist hier auch die Laufzeit entscheidend.

So erhält man für sein Festgeld mit 1-jähriger Laufzeit beispielsweise 3,15 % Zinsen gutgeschrieben. Wird das Geld 2 Jahre festgeschrieben, sind bis zu 3,50 % möglich. Bei 3 Jahren können es dann durchaus die oben erwähnten 4,00 % sein. Von einer längeren Anlage wird derzeit abgeraten, denn dies wirkt sich nicht wesentlich in Form von höheren Zinsen aus.

Einlagensicherung bei den europäischen Anbietern

Die getesteten Anbieter bieten im Übrigen auch hier eine Einlagensicherung an. So sind Anlagebeträge bis zu 100.000 Euro je Anleger gesichert. Dies wäre für den Fall einer Bankenpleite im EU-Raum bzw. bei einer Pleite eines europäischen Instituts.

Inflationshöhe nicht außer Acht lassen

Ganz gleich, für welchen Anbieter man sich entscheidet. Man sollte bei den Angeboten die Inflationshöhe mit einbeziehen. Im Oktober lag diese bei stolzen 2,50 %. Daher sollte der Zinssatz darüber liegen.

Man sollte sich allerdings im Klaren sein, dass man das Festgeld über den gewählten Zeitraum nicht zur Verfügung hat. Denn der Vertrag kann nicht gekündigt oder vorzeitig aufgelöst werden.

Nähere Informationen hat die Zeitschrift Finanztest in ihrer aktuellen Januar-Ausgabe zur Verfügung gestellt

Deutsche Banken im Test – Dispo-Zinsen

Auch in diesem Jahr hat die Stiftung Warentest wieder einmal die Dispozinsen der deutschen Bankinstitute näher unter die Lupe genommen.

Dabei kam heraus: Der überwiegende Teil der Bankkunden zahlt immer noch vollkommen überzogene Dispokreditzinsen.

Im Schnitt ergibt sich ein Zinssatz von 12,4 % bei einem Dispo- bzw. Überziehungskredit. Im Vergleich der Stiftung Warentest sind gleich 3 regionale Bankinstitute extrem hoch mit ihren geforderten Zinsen.

Über 14 % Dispozinsen bei den teuersten Banken

Insgesamt wurden 642 Banken getestet. Diese Zahlen wurden in Anschluss mit den Werten aus dem Test des vergangenen Jahres verglichen.

Das Fazit des Vergleichs:

Die Mehrheit der Bankkunden zahlt überteuerte Zinsen für ihren Dispokredit. Im Vergleich wurde ebenfalls bei der Hälfte der überprüften Konten wie im Jahr zuvor (2010) ein unverändert hoher Zinssatz festgestellt.

Allerdings konnte man auch bei jedem vierten Konto einen niedrigeren Zinssatz feststellen, als dies noch vor 12 Monaten der Fall war.

Im Durchschnitt zahlt ein deutscher Bankkunde 12,4 % Dispo-Kreditzinsen. Bei den drei teuersten Banken handelt es sich um regionale Banken.

So verlangt die Kaltenkirchener Bank, die Volksbank Braunlage und die Sparkasse Münden jeweils 14, 75 % Zinsen von ihren Kunden. Gleich dahinter folgt die regionale TARGOBANK mit 14,7 %.

Doch es müssen nicht immer teure Dispozinsen sein. So verlangt beispielsweise die Deutsche Skatbank nur 6,0 % Zinsen für einen Dispokredit von ihren Kunden. Der Hauptteil der Banken liegt mit ihren Zinssätzen knapp unter den 10 %.

Den ausführlichen Test zum Dispozinsenvergleich kann man in der Oktober-Ausgabe der Finanztest in Ruhe noch einmal nachlesen.

Datenskandal – Postbank wird geprüft

Vermehrt treten deutsche Unternehmen immer mehr ins schlechte Licht bzw. in das Visier von Datenschützern. Ein Skandal jagt den anderen in der Unternehmenswelt, erst Deutsche Bahn, Telekom und nun auch die deutsche Postbank.

Kontodaten von Kunden sollen Beratern der Postbank frei zugänglich sein, um hauseigene Bankprodukte anzutreiben zu können. Der Vorwurf an die Postbank kommt aus der neusten Zeitungsausgabe „Finanztest“, welche von „Stiftung Warentest“ publiziert wird. Stiftung und Warentest lies in der Zeitschrift verkünden, dass tausende Mitarbeiter (freie Handelsvertreter) der Postbank Zugriff auf die Unternehmensdatenbank mit allen Kundendaten hatten. Postbank Berater benötigten nur den vollständigen Namen und Geburtsdatum des Kunden, um sämtliche sensiblen Informationen wie Kontostand, alltägliche Kontobewegungen, Überweisungen und Daueraufträge sich anzeigen zu lassen. Mit Hilfe dieser Informationen sollen Mitarbeiter Kundengespräche besser ausüben, aber Ihr Wissen über den Kunden geheim halten. Weiterlesen