Einheitliche Gebühren für Abhebung am Bankautomaten

Nach einem mehrere Monate andauernden Streit zwischen den Banken und Sparkassen über die Gebührenerhebung für Bargeldabhebungen an fremden Geldautomaten, gab es nun endlich eine Lösung. Dies gab der ZKA, der zentrale Kreditausschuss bekannt und die Banken kommen damit einer gesetzlichen Regelung vor. Diese gesetzliche Variante wurde den Banken im Falle eines andauernden Streites von der Verbraucherschutzministerin Aigner zuvor angedroht und hat damit seine Wirkung nicht verfehlt. Sogar das Bundeskartellamt wurde wegen des Streites um die hohen Gebühren an Fremdautomaten hellhörig und hatte sich ebenfalls mit diesem Thema befasst.

Gebühren werden nun angezeigt

Nach langen und zähen Verhandlungen hatte sich die deutsche Kreditwirtschaft endlich auf eine einheitliche und vor allen Dingen auch kundenfreundliche Lösung geeinigt. Nach Mitteilung der ZKA wird im Rahmen von Abhebungen im Deutschen Geldautomaten-System ein einfaches und direktes Kundenentgelt eingeführt und als Ausgleich dafür auf Entgelte im Interbankgeschäft verzichtet. Die Regelung sieht nun vor, dass dem Kunden vor dem Geldabheben angezeigt wird, wie hoch die Gebühr für die Abhebung ist. Dem Kunden wird somit die Möglichkeit gegeben, die Aktion abzubrechen wenn ihm die Gebühr zu hoch ist und sich einen Automaten zu suchen, der günstigere Konditionen bietet.

Endlich eine Regelung im Sinne des Kunden

Nach der Einigung hatte die deutsche Kreditwirtschaft umgehend damit begonnen, die notwendigen Maßnahmen und Vorbereitungen für eine Umstellung getroffen. Ab dem 15.01.2011 tritt nun die neue Regelung in Kraft und für den Kunden entstehen durch sein Kreditinstitut, das ihm die Karte zur Verfügung stellt, keine weiteren zusätzlichen Kosten für eine Barabhebung. Diese Vereinbarung wurde in dieser Form auch bereits dem Bundeskartellamt so übermittelt und abgesegnet. Im Rahmen der Änderung wies der ZKA aber auch daraufhin, das bereits in der jüngsten Vergangenheit mehr als 90 Prozent der Bargeldabhebungen kostenfrei war. Voraussetzung war dazu die Angehörigkeit zu einem der Geldautomaten-Verbünde, zu dem Sparkassen, Volksbanken und Raffeisenbanken gehörten sowie die Cash Group und auch Cash Pool. Doch im Zuge der vielen Direktbanken die es nun auf dem Markt gibt und dem weiter anhaltenden Trend kaum Bargeld mit sich zu führen, wurde nun auch für den Rest der Kunden diese Regelung getroffen und vor allem ist dies endlich einmal wirklich eine Regelung im Sinne des Kunden.

Mastercard erhöht die Gebühren beim Abheben

Das Kreditkartenunternehmen Mastercard welches zu den weltweit größten Kreditkartenorganisationen gehört, wird das Abheben mit einer Kreditkarte an einem herkömmlichen Bank Automaten teurer machen. Die herkömmlichen Kosten bzw. Gebühren für den Einsatz einer Mastercard an einem Automaten, wird statt 1,20 Euro bald 1,70 EUR kosten. MasterCard International hat diesen Endschluss festgemacht und wird die Gebührenerhöhung Mitte August durchsetzen.
Banken müssen damit mit höheren Kosten rechnen wenn Kunden mit einer Mastercard am Bankautomaten bei einer fremden Bank Geld abheben. Kreditinstitute haben damit einen weiteren Druck auf Ihre Angebote, die man zu genüge bei Direktbanken findet: „Kostenloses Girokonto“. Zu viele Banken boten ein kostenloses Girokonto ihren Neukunden an und brachten damit andere Kreditinstitute mit ihren bisherigen hohen Konto-Gebühren ins Hintertreffen.
Direktbanken wie 1822direkt Bank oder die Hamburger Netbank zeigen sich dennoch nicht beeindruckt von der Erhöhung und werden ihr Konto- und Kreditkarten-Angebot beibehalten. Ein Sprecher der 1822direkt, sagte zur Zeitung Welt (Mastercard erhöht Gebühren an Geldautomaten): „Wir planen keine Änderung unseres Preismodells“.
Die Preisstruktur zeigte sich auch schon vor einiger zeit bei der typischen EC-Karte. Das Abheben bei anderen fremden Bank kostet durchschnittlich im Inland 4,50 Euro und im Ausland sogar bis zu 20 Euro.
Die Gebührenanhebung geht für Mastercard-Kunden weiter, bereits im Jahr 2009 sollen neuen Konditionen veröffentlicht werden, jedoch werden dann die Banken selbst entscheiden, ob der Kunde oder die Bank zahlen muss.