Die Beschäftigten der Postbank werden am Donnerstag mit ihren Streiks beginnen. Insgesamt 3600 Mitarbeiter werden sich morgen bundesweit und flächendeckend daran beteiligen.
Dies geht aus einem Bericht der Gewerkschaft Verdi hervor. Grund hierfür sind die drastischen Sparpläne der Deutschen Bank, die Mehrheitseigner der Postbank ist.
Keine Auswirkungen auf den täglichen Geschäftsverkehr
Es wird davon ausgegangen, dass die Streiks keinen direkten Einfluss auf das Tagesgeschäft haben dürften. So wären alle Filialen geöffnet und die Kunden würden bedient werden.
Allerdings könnte es bei der Bearbeitung von Überweisungen zu Beeinträchtigungen kommen. Das Gleiche gilt für Anfragen in den jeweiligen Callcentern. Doch hier würden die Kunden über längere Wartezeiten per Bandansage hingewiesen werden.
Dies sollte man in den nächsten Tagen beachten und dementsprechend auch berücksichtigen.
Auch bei der Unicredit-Tochter Hypo Vereinsbank wird mit keinerlei Verzögerungen gerechnet, obwohl hier die Postbank ebenfalls den Zahlungsverkehr für diese abwickelt.
Die Streiks sollen ausgeweitet werden
Bereits vor knapp 4 Wochen gab es die ersten Warnstreiks, an denen sich bis zu 23.000 Mitarbeiter beteiligt hatten. Die Gewerkschaft Verdi ist auch weiterhin bestrebt, noch mehr Mitarbeiter zu mobilisieren.
Grund für die Streiks sind die Pläne der Deutschen Bank durch die Postbank-Integration Stellen abzubauen und diese in eigene Gesellschaften auszugliedern. Dies würde Gehaltskürzungen, weniger Urlaubstage und längere Arbeitszeiten für die Mitarbeiter bedeuten. Betroffen wären vor allem die Verwaltung sowie die Informationstechnik.
Dies führe bei den Mitarbeitern zu Unsicherheiten die Zukunft betreffend. Daher möchte Verdi einen Überleitungstarifvertrag, der die Beschäftigten absichert. Notfalls müssten die Streiks ausgeweitet werden.
Diese starken Einschnitte sind lt. Verdi nicht notwendig
Laut Meinung der Gewerkschaft wäre das Handeln der Deutschen Bank nicht notwendig, da es sich hierbei um „keine wirtschaftliche Not“ handle, sondern es bei den Einsparungen allein darum ginge, dass mehr Gewinn erwirtschaftet werden kann. Dies käme allein den Aktionären zugute.
Bislang verliefen die Verhandlungen zwischen dem Arbeitgeber und den Arbeitnehmern ergebnislos. Doch diese sollen in der kommenden Woche fortgesetzt werden.